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Das Veilchen – wirkt und schmeckt

Das Veilchen – nicht nur duftend sondern mit toller Heilkraft. Ich habe mich in den letzten Tagen mit der Wirkung des Veilchens beschäftigt und auch in der Küche tolle Verwendungsmöglichkeiten gefunden.

Im Frühling sind die Wiesen oft überzogen mit kleinen lila Farbklecksen. In unserem Garten sprießen sie auch – die Veilchen. Bisher fand ich sie wunderschön, ich mag bunte Naturwiesen wirklich gern. Doch hatte ich tatsächlich unterschätzt, das das Veilchen als Wildblume mehr Einsatzmöglichkeiten hat, als nur unseren Garten bunter und duftender zu machen. Denn nicht nur in der Küche kann es wunderbar eingesetzt werden, nein, es hat außerdem auch eine nicht zu unterschätzende Heilkraft auf den Körper.

Veilchen und die heilende Wirkung

Das Veilchen blüht von etwa März bis Mai. Wegen seiner Wirkung sind sowohl die Blüten und das Kraut, als auch die Wurzeln einsetzbar. Schon Hippokrates setzte das Veilchen für allerlei Beschwerden eingesetzt, unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie. In der heutigen Naturheilkunde wird das Veilchen vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege, z.B. Husten und Bronchitis eingesetzt.

Zur innerlichen Anwendung kann das Veilchen als Tee getrunken werden, bei Husten und Bronchitis, aber auch bei fieberhaften Erkältungen. Außerdem wirkt das Veilchen beruhigend und entspannend, weshalb es auch bei Schlafstörungen oder Nervosität eingesetzt werden kann.

Bei der äußerlichen Anwendung kann es bei allen Arten von Hautentzündungen eingesetzt werden, als Bad oder Kompresse, und eigener sich auch für Anwendungen bei Rheuma und Gicht.

Die Veilchenwurzel wirkt in höherer Dosierung als Brechmittel und sollte daher vorsichtig eingesetzt werden. Die getrocknete Wurzel hilft Kindern bei Zahnungsschmerzen. Es kann darauf herum gekaut werden um die beruhigende Wirkung freizusetzen. Laut meiner Recherche sind solche getrockneten Veilchenwurzeln sogar in der Apotheke zu kaufen.

Veilchen in der Küche

Abgesehen von der wunderbaren Heilkraft des Veilchens, lassen sich auch in der Küche tolle Dinge damit zaubern. Neben einem Veilchensirup, ein tolles Rezept mit wunderschönen Bildern gibt es bei Candid Moments, lassen sich Veilchenblüten auch kandieren, um damit Kuchen zu verzieren oder die süssen Blüten einfach so zu essen. Sie machen sich auch als Deko auf dem Salat ganz wunderbar.

Oder aber man trocknet die Blüten, so wie ich es gemacht habe, und stellt selbst eine Kräutermischung her, mit der man den Salat verfeinert und etwas bunter macht. Meine Mischung habe ich im Backrohr getrocknet, bei 65°C Grad braucht die Mischung ca 4 Stunden bis sie fertig ist. Kräuter sollten langsam und in Ruhe getrocknet werden, um ihnen das Aroma nicht zu nehmen. Am Besten mit einem Kochlöffelstiel, den man in der Tür des Backrohr einklemmt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch hab ich in regelmässigen Abständen auch immer wieder umgerührt und die Kräuter umverteilt, damit die oberste Schicht nicht verbrennt.

Fertig getrocknet sind die Kräuter und Blüten, wenn sie sich zwischen den Fingern zerbröseln lassen. Danach werden sie einfach in einem Glas aufbewahrt. Man kann natürlich jede einzelne Zutat aufbewahren, ich habe unsere Salatkräuter gleich fertig abgemischt.

Meine Salatkäutermischung besteht aus ca 50 g Bärlauch, 1/2 Bund Schnittlauch, 1/2 Bund Petersilie, Zitronenschale von einer unbehandelten Zitrone, einfach mit dem Kartoffelschäler abgeschält, und einer kleinen Schüssel voll Veilchen. Das Salatgewürz duftet im übrigen herrlich. Und schmeckt traumhaft auf dem Salat.

XOXO
Michaela

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